Was lange währt, das soll bekanntlich ja auch gut geraten... Hoffen wir das für den neuen Gasthof im Freilichtmuseum von Kluki/Klucken (s. Grafik: Detail des heutigen Museumsdorfes Kluki).
Mit der "Schwarzen Hochzeit" an den zurückliegenden, ersten drei Maitagen startete nach vielen, vielen Jahren des Bauens auf dem vormaligen Grundstück von "Schramm-Albert" alias Albert Barnow der Gasthof "Karczma u Dargoscha" in seine erste Saison. Traditionelle Küche (altpolnisch und regional) werden angekündigt, dazu rustikale Betten für die Nacht im schilfgedeckten Bau mit seinen historischen Balken aus den abgerissenen Häusern von Klucken. Und mit dem Namen hat man sich zudem noch an den Kluckener Gastwirt Wilhelm Dargusch erinnert... (Wenn sich der Autor nicht bei seiner Übersetzung irrt.)
Der Autor wird den Gasthof "Bei Dargusch" im Juni testen und darüber dann auch in Wort und Bild auf www.lebakaschuben.de berichten. Somit bleibt vorerst nur das - allerdings in Polnisch gehaltene - Faltblatt des Gasthofes für eine erste Information. Dazu einfach hier und hier klicken... Und der Betreiber des Gasthofes - das Hotel "Bakista" in Leba - macht auf derzeit allerdings auch nur Polnisch Werbung für "Bei Dargusch": http://www.hotel.bakista.pl/pl/services/karczma_u_dargoscha.htm
Bis 1945 betrieb Wilhelm Dargusch bzw. seit 1937/38 dann sein Pächter August Albrecht den Dorfkrug von Klucken. Hoch her ging es dort und man sang u. a. "Nach Hause, nach Hause, nach Haus gehn wir nicht - bei Dargusch, da brennt noch Licht..." Der historische Dorfkrug, hier in einer Aufnahme wohl von um 1910, ist heute Wohnhaus. Der neue Gasthof "Karzcma u Dargoscha" entstand neu auf der vormaligen Flustelle Zickori der Familie Reimann.... Mehr über die Gastwirte von Klucken erfahren Sie hier...
Veranstaltungen 2010 im Museum von Kluki
Traditionell eröffnet wurde auch die Saison 2010 mit der "Schwarzen Hochzeit" vom 1. bis 3. Mai. Dazu war das gesamte Museum von 11 bis 16 Uhr geöffnet und fanden rund 7.000 Besucher nach Klucken. (Weiter unten auf dieser Seite finden Sie Foto-Impressionen von der "Schwarzen Hochzeit".)
Am 1. Mai öffnete zudem eine Ausstellung mit Bildern des pommerschen Landschaftsmalers Otto Kuske (1886-1945), die bis zum 11. Juli im Museum besehen werden kann. An diese Schau schließt sich eine Ausstellung mit Bildern von Antoni Dmoch, Jg. 1935 an.
Ebenfalls am 1. Mai öffnete in der alten Dorfschule eine Schau unter dem Titel "Nicht nur Eselsbank... – Eigentümlichkeiten früherer Dorfschulen".
Ansonsten finden noch folgende, mittlerweile schon traditionellen Veranstaltungen statt: Kinder-Fest am 1. Juni - Veranstaltung im Freien für Kinder anlässlich des Kindertages vornehmlich aus der Region von Słupsk (Stolp) "Tage des Handwerks und der Technik" im Juli und August "Abschied vom Sommer: Der Herbst fragt, was der Sommer getan hat..." am letzten Sommersonntag
Kluckener Wald darf betreten werden
Der Wald von Klucken darf nach Jahren völliger Sperrung betreten werden - allerdings nur auf zwei Routen. Eine Route führt vom alten Schützenplatz hinter dem Friedhof aus quer durch den Wald, teils auf Holzstegen an ausgedehnten Teppichen voller Moosbeeren und alten Buchen vorbei bis zum Lebasee und von dort zurück bis zum Waldausgang in Richtung Wilhelmshof. Festes Schuhwerk und ausreichend Schutz gegen die Mücken sind dabei nötig. Ebenso wie bei der zweiten Route, die auf den Spuren des Torfabbaus vom Museum aus ins Moor in Richtung Selesener Klucken führt.
Kluckener haben "eigene" Kirche
Die Gläubigen von Klucken brauchen zur Messe nicht mehr bis nach Schmolsin zu laufen oder zu fahren: Die katholisch gläubigen Bewohner von Holzkathen, Brenkenhofstal, Wilhelmshof, Scholpin und Klucken haben sich gemeinsam eine eigene Kirche errichtet. Der Bau aus Feld- und Ziegelsteinen steht in Holzkathen, der alten Dorfschule schräg gegenüber, von der Straße nach Klucken etwas zurückgesetzt.
Nicht jeden Sonntag, doch in der Regel alle 14 Tage finden Messen in der Kirche von Holzkathen - heute Smoldsinski Las - statt.
Impressionen von der "Schwarzen Hochzeit"
Tanzreigen zur "Schwarzen Hochzeit" jede Jahr vom 1. bis 3. Mai in Klucken bzw. Kluki...
Kaschubische Tänze...
Kaschubische Klänge...
Kaschubische Gesänge...
Weitere Bilder von der "Schwarzen Hochzeit" mit der Präsentation alter Handwerkstechniken und des Haushaltes der Kluckener finden Sie unter: Kluckens Museum
Amateur-Mini-Filmchen von Klucken Anno 2004
Was man mit einer Mini-Kamera, die in einem Fotoapparat eingebaut ist, so alles anstellen kann: 2004 entstanden dabei diese ersten Filmchen. Die Tonstörungen und die recht unruhige Hand des "Kameramanns" sollten bitte übersehen werden - wichtiger sind die Film-Eindrücke vom heutigen Klucken...
Vom 22. bis 24.
Mai 2009 war wie schon 2007 das thüringische Tabarz der Treffpunkt der Kluckener. Horst Gildemeister und Siegfried Klück hatten die Dorfgemeinschaft geladen - und mit der Kamera dabei war Petra Weller, Tochter von Brunhilde "Hildchen" Klück bzw. Enkeltochter von Wilhelm "Kritzkootz-Wilhelm" Kück und Maria "die große Marie" Ruch:
Vom Treffen der Kluckener 2008 daheim am Lebasee...
Ein "Bild-Nachklang" vom Kluckener Treffen 2008 in der Heimat: Für einen Kranz wurde gesammelt und das Gebinde feierlich am Denkmal auf dem Friedhof von Klucken niedergelegt.
"Wir sangen gemeinsam unser Pommernlied und es war einfach ergreifend und ganz feierlich", bekennt Gisela Kipping, geb. Kirk, die Einsenderin der beiden Fotos. Und zu einem weiteren Bild weiß sie zu berichten: "Ein inneres Gefühl führte mich direkt zu einem Grab. Ich konnte es zu diesem Zeitpunkt noch nicht deuten. Es trieb mich aber dazu, ein Foto zu machen. Und zu Hause hatte ich dann den Beweis, daß es das Grab meines Urgroßvaters Johann Reimann war."
Das war das Kluckener Treffen 2007...
An die 60 Kluckener trafen sich vom 11. bis 13. Mai 2007 im thüringischen Tabarz. Gemeinsam wurde die Wartburg bei Eisenach erklommen, eine kleine Busfahrt durch den Thüringer Wald unternommen, auch manch Gerstensaft und anderes Labsal aus dem "grünen Herz" Deutschlands versucht,... - vor allem aber wieder einmal ausgiebig geklönt, in alten Zeiten gekramt, sich manch lustiger Begebenheit erinnert, aber auch nicht gerade wenig traurige Momente in und an die alte Heimat vergessen.
Siegfried Klück - Sohn von Wilhelm "Pitzowen Wilhelm" Klück und Anna Knop - hatte wieder einmal zum Treffen aufgerufen: und die alte Dorfgemeinschaft kam wieder zusammen.
In Horst Gildemeister (r.) - Sohn von Otto Gildemeister und Emma Reimann - fand Siegfried Klück seinen Partner: Erstmals fand das Treffen so in Thüringen statt, wohin Gildemeisters nach dem Krieg und ihrer Vertreibung gelangten.
"Dich kenn ich doch!" - Die 83-jährige Margarete Reimann war die älteste Teilnehmerin am Treffen der Kluckener. Die Tochter von Heinrich "Bergheinrich" Reimann und Pauline Noffke war erstmals gekommen und konnte nach 60 Jahren der Trennung noch manch bekanntes Gesicht sehen und in alten Erinnerungen kramen.
Von Anfang an bei den jährlichen Treffen der Kluckener dabei: Brunhilde "Hildchen" Klück. Die Tochter von Wilhelm "Kritzkootz-Wilhelm" Klück und Maria "die große Marie" Ruch brachte Tochter Petra mit, die großes Interesse an der Geschichte und Familie ihrer Mutter hat...
Günter "Zeik´sen Günter"/"Nutzel" Reimann - Sohn von Richard "Zeik´sen Richard" Reimann und Martha Czirr - blühte im Kreise der Gefährten seiner Kindheit und Jugend auf. Hier dreht er die Runden auf dem Tanzboden - mit Nichte Lieselotte "Lilo" Pollex, Tochter von Arthur "Karolke Arthur" Pollex und Anna "Zeik´sen Anna" Reimann.
Monika Klück als Tochter von Bruno "Minken-Bruno/Buxa" Klück und Annemarie Barnow im Tanzreigen mit Karl Proy. Das ist ein Sohn von Paul Proy und Luise Klück und damit ein Enkel des Karl "Madausnick Karl" Klück.
Dora (l.) "Schramm-Dora" und Erna "Schramm-Erna" Barnow, Töchter von Albert "Schramm-Albert" Barnow und Pauline Ruch. Warum "Schramm-Albert"? Dessen Vater August Barnow ehelichte Johanna Schramm, eine Tochter des Arbeiters Carl Schramm aus Dammen. Dieser kam über seine Ehe mit Helene Reimann nach Klucken, hinterließ keine männlichen Nachkommen, so daß der Name Schramm am Lebasee rasch wieder verschwand.
Drei ausgelassene "Bardamen": Die bereits genannte Monika Klück, Gerda Pollex und die oben ebenfalls schon erwähnte "Lilo" Pollex (v. l. n. r.). (Gerda Pollex stammt aus Hamburg und ist die Ehefrau von Erwin Pollex, der als Sohn von Frieda Pollex auf dem Hof seiner Großmutter Adeline Klück bzw. bei Onkel Otto Klück II und Tante Marie Klück aufwuchs.)
Anneliese (l.) und Giesela Kirk (daneben) waren erstmals bei einem Treffen der Kluckener dabei. Die Töchter von Johannes "Johann´ken Gendarm" Kirk und Annemarie Reimann hier zusammen mit Irene Plath (2. v. r.) als Tochter von Otto Plath und Frieda Klück bzw. Enkelin von Albert "Pätzen Albert"/"Zickor" Klück sowie die oben bereits beschriebene Erna "Schramm-Erna" Barnow (r.).
hintere Reihe (v. l. n. r.): Erna "Schramm-Erna" Barnow, Monika Klück, deren Ehemann Holger Schubert, dazu Heinz "Heini" Barnow mit Ehefrau
vordere Reihe (v. l. n. r.): Brunhilde Klück, Annemarie Barnow (Tochter von Otto "Eigentümer/Schleicher" Barnow und Martha Klick), deren Ehemann Bruno "Minken-Bruno/Buxa" Klück (Sohn von Emil Klück und Berta Reimann) und Dora "Schramm-Dora" Barnow (Zu "Minken-Brunos" Namen: Dessen Mutter Berta Reimann entstammt der Ehe von August "der Kluck´sche Reusenbespeuler" Reimann und Wilhelmine Minke.)
Erna "Schramm-Erna" Barnow mit Schwester Dora "Schramm-Dora" Barnow, nebst deren Sohn Heinz "Heini" Barnow und Schwiegertochter (v. r. n. l.)
"Cheforganisator" Siegfried Klück mit ........ und seinem Bruder Willi "Schmeling" Klück (v. l. n. r.).
Eine Nachlese vom Kluckener Treffen 1996
Vom Kluckener Treffen 1996 stammt das folgende Gedicht über die Gemeinde und seine Einwohner. Wer es zu Papier brachte, das ist dem Autor der Internetseite nicht bekannt, doch von seiner Aktualität haben die folgenden Zeilen wahrlich nichts verloren...